Buchvorstellung: Sin Patrón

Sin Patrón – Herrenlos. Arbeiten ohne Chefs
Instandbesetzte Betriebe in Belegschaftskontrolle in Argentinien
Vortrag und Buchvorstellung mit Daniel Kulla

4. November 2015 um 19:30 Uhr
Humboldt Universität zu Berlin
Hauptgebäude UL6, Hörsaal 2097

Eine Buchbesprechung findet sich beim großen Thier .

Ankündigung der Veranstaltenden:

Als Argentiniens Wirtschaft 2001 zusammenbrach, führten Tausende Werktätige Betriebe in eigener Verwaltung weiter. Heute gibt es mehrere Hundert solcher Betriebe in Argentinien, zum Teil von der Regierung kooptiert, zum anderen Teil aber weiterhin im Aufstand. In dem Buch, im Original herausgegeben von einem Verlagskollektiv aus Buenos Aires, gibt es Geschichten von zehn Instandbesetzungen, die in Argentinien »recuperación« heißen: Wiederinbetriebnahme, aber auch Genesung. Vorgestellt wird das Buch von Daniel Kulla, der es übersetzt, aktualisiert und mit Praxisanregungen angereichert hat.

»Es mag verwegen anmuten, mit Blick auf das heutige Deutschland an Arbeiterselbstverwaltung und Klassenkampf zu denken. Doch der zuletzt geschürte Hass auf Arbeitskämpfe und Streiks wie bei der Bahn, das Erstarken von Rassismus und Antisemitismus verlangen eine Antwort. Hass und Ideologie blühen so lange, wie Menschen sich nicht als Ebenbürtige behandeln, das ist die Überzeugung hinter den Instandbesetzungen in Argentinien und anderswo.«

Die SPD und Tucholsky

Morgen Nachmittag veranstaltet Hans-Günther Mahr von SPD Mitte einen Spaziergang „[a]uf den Spuren des gebürtigen Moabiters Kurt-Tucholsky“. Tucholsky selbst fände wohl weder den Bindestrich in seinem Namen noch die Vereinnahmung durch die SPD toll. Spontan fallen mir zwei Textstellen ein:

„Es ist ein Unglück, daß die SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands heißt. Hieße sie seit dem 1. August 1914 Reformistische Partei oder Partei des kleinern Übels oder Hier können Familien Kaffee kochen oder so etwas –: vielen Arbeitern hätte der neue Name die Augen geöffnet, und sie wären dahingegangen, wohin sie gehören: zu einer Arbeiterpartei. So aber macht der Laden seine schlechten Geschäfte unter einem ehemals guten Namen.“ – Die Weltbühne, 19. Juli 1932, Nr. 29, Seite 98

In „Ein älterer, aber leicht besoffener Herr“ lässt Tucholsky den Ich-Erzähler trinkend durch das Parteienspektrum der Weimarer Republik wanken:

Denn wak bei die Sozis. Na, also ick bin ja eijentlich, bei Licht besehn, ein alter, jeiebter Sosjaldemokrat. Sehn Se mah, mein Vata war aktiva Untroffssier … da liecht die Disseplin in de Familie. Ja. Ick rin in de Vasammlung. Lauta klassenbewußte Arbeita wahn da: Fräser un Maschinenschlosser un denn ooch der alte Schweißer, der Rudi Breitscheid. Der is so lang, der kann aus de Dachrinne saufn. Det hat er aba nich jetan – er hat eine Rede jehalten. Währenddem dass die Leute schliefen, sahr ick zu ein Pachteigenossn, ick sahre: »Jenosse«, sahre ick, »woso wählst du eijentlich SPD –?« Ick dachte, der Mann kippt mir vom Stuhl! »Donnerwetter«, sacht er, »nu wähl ick schon ssweiunsswanssich Jahre lang diese Pachtei«, sacht er, »aber warum det ick det dhue, det hak ma noch nie iebalecht! – Sieh mal«, sachte der, »ick bin in mein Bessirk ssweita Schriftfiehra, un uff unse Ssahlahmde is det imma so jemietlich; wir kenn nu schon die Kneipe, un det Bier is auch jut, un am erschten Mai, da machen wir denn ‚n Ausfluch mit Kind und Kejel und den janzen Vaein … und denn ahms is Fackelssuch … es is alles so scheen einjeschaukelt«, sacht er. »Wat brauchst du Jrundsätze«, sacht er, »wenn dun Apparat hast!« Und da hat der Mann janz recht. Ick werde wahrscheinlich diese Pachtei wähln – es is so ein beruhjendes Jefiehl. Man tut wat for de Revolutzjon, aber man weeß janz jenau: mit diese Pachtei kommt se nich. Und das is sehr wichtig fier einen selbständjen Jemieseladen!“

Frau Schmoll und ihre Intelligenz

Die FAZ ist sichtlich damit überfordert, halbwegs sinnvolle Artikel für die Titelseite zu finden. So schaffte es am Samstag die elitenversessene „Journalistin“ Heike Schmoll (bekannt durch ihr Buch „Lob der Elite: Warum wir sie brauchen“), ihren „fundierten“ Kommentar „Abitur ohne Wert“ auch jenen zugänglich zu machen, denen das Aufblättern dieser Zeitung nicht als lohnend erscheint.
Die Hochschulreife, deren Vergabe Ländersache ist, sei bundesweit nicht vergleichbar, so die dringliche Erkenntnis. Die Schulabsolventen aus verschiedenen Bundesländern legen Prüfungen von unterschiedlichem Niveau ab und sind daher verschieden gut auf ihr Studium vorbereitet.
Scholl sieht sich, weil man das Problem ja lokalisieren muss, noch an, wo denn die dummen Kinder wohnen. Die gebürtige Tübingerin entnimmt einer Studie, dass Baden-Württemberg das anspruchsvollste Abitur hat, Schleswig-Holstein hingegen niedrigere Erwartungen habe. Die Studie, erstellt vom Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN), bezog sich nur auf Mathematik. Aber das ist nicht so schlimm, bilden doch Naturwissenschaftler die Elite. Studiert man so etwas wie Germanistik und Theologie, landet man ja doch nur bei der FAZ. Es gibt übrigens auch einen Zusammenhang zwischen den Matheergebnissen und dem Profil der Schule. Sie führt an, dass „Gymnasien mit naturwissenschaftlichem Profil am besten abschnitten, die mit ästhetischem Profil am schlechtesten…“ Gut, dass solch steile Thesen gut belegt sind.
Dann ergänzt sie noch beiläufig, dass das mit der Schule aber eh nicht so einfach sei, da Kids mit dummen Eltern selbst dumm bleiben:
„Auch wenn es lange Zeit bestritten wurde, ist inzwischen längst erwiesen, dass Lernleistung ganz wesentlich an Intelligenz gekoppelt ist. Mit anderen Worten: Bildungserfolge sind in hohem Maße „erblich“, denn Intelligenz wird vererbt. Niemand wird durch seine Umgebung begabt, sie kann allenfalls durch gezielte Anregungen schlauer machen – aber immer nur im Verhältnis zur vorhandenen Intelligenz.„
Wer das wie herausgefunden hat, ist vermutlich nicht so wichtig. Frau Schmoll hat vielleicht schon immer geahnt, dass es das elitäre Blut ist, das die Intelligenz transportiert. Es ist umgekehrt auch schön, seine eigene geistige Limitierung samt Aussetzern in Kommentarform den Eltern in die Schuhe schieben zu können. Wer sich mit Bildung befasst und nichts über die kindliche Lernkurve vor der Einschulung inklusive pränataler Prägung weiß, kann wohl nur zu dem Schluss kommen, dass spätere Diskrepanzen hinsichtlich Schulnoten angeboren sein müssen. Dass es Erfahrung und Nachahmung ist, was Kinder am meisten an ihre Eltern angleicht, kann natürlich nicht sein. So wäre die Elite vor die Herausforderung gestellt, sich mit ihren Bälgern zu befassen. Sie würde sich aufrappeln müssen, um Wissensdurst und Freude an Erkenntnis bei den Sprösslingen anzuregen. Auch müsste die menschliche Entwicklung in einem Spannungsfeld aus biologischen und sozialen Prozessen gegriffen werden, wobei Annahmen über lineare Zusammenhänge und Monokausalitäten einem Bewusstsein für die Verschränktheit von Genen und zwischenmenschlicher Erfahrung weichen müssten. Das einzelne Subjekt und seine Möglichkeiten ist Leuten wie Frau Schmoll seit je her egal. Das Kind bleibt Exemplar, bestehend aus Genen und Lehrplänen, wobei ersteres natürlich überwiegt. Und was den Nachwuchs angeht, lässt sich mit etwas elterlichem Geschick der Elite das eigene freie Kapital mittels Nachhilfe und einer helfenden Hand bei Studienarbeiten in die Kleinen binden, deren Abschlüsse ihren Platz in der Gesellschaft legitimieren.
Schmoll ist sich sicher, dass die Intelligenz, also das Resultat der IQ-Test und Mathe-Prüfungen, vollständig in den Genen schlummert. Hat das ein biologisches ThinkTank aus der Germanistin/Theologin Schmoll und dem Ökonomen Sarrazin herausgefunden? Auch das ist nicht wichtig. Schmoll, die augenscheinlich über so Profanes wie wissenschaftlicher Evidenz erhaben ist, weiß, dass ihre Vererbungsthesen einfach nur totgeschwiegen werden. So folgt im Artikel direkt auf die oben zitiert Passage das Sprüchlein der verkannten Erleuchteten:„Auch das ist inzwischen belegt. Es wird nur nicht gern gehört.“

Jacop Belbo

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/kommentar-abitur-ohne-wert-13683485.html

Dorfgemeinschaft stören.

Am 1. Mai wird das beschauliche Dorf Tröglitz durch eine Demonstration daran erinnert werden, dass nicht jede Sauerei unbeachtet bleibt und rassistische Käffer sich nicht zur weltoffenen ländlichen Region umlügen lassen. Weitere Infos gibt es auf dem Blog zur Demo.

Philosophieren im Stand allgemeiner Unmündigkeit

Der am 29. Juni von Bettina Fellmann gehaltene Vortrag findet sich hier in einer überarbeiteten Fassung dokumentiert.

22.8. 16 Uhr – Kundgebung gegen Antisemitismus

Am morgigen Freitag findet ab 16 Uhr in der Augsburger Straße (Berlin) eine Kundgebung statt, deren Ziel es ist, auf das dramatische Anwachsen antisemitischer Gewalt hinzuweisen und Solidarität mit deren Opfern zum Ausdruck zu bringen. Im Folgenden ist der Aufruf dokumentiert:

Seit Anfang Juli erleben wir in Deutschland und anderen europäischen Ländern eine Welle von anti-israelischen Demonstrationen, auf denen nicht selten offen antisemitische Parolen gerufen werden. »Jude, Jude, feiges Schwein« und »Hamas, Hamas, Juden ins Gas« sind dabei nur zwei Beispiele von vielen. Auch die Plakate auf diesen Demos sprechen eine deutliche Sprache: »Stoppt den Holocaust in Gaza« und Israelfahnen, auf denen der Davidstern durch ein Hakenkreuz ersetzt wurde, sind dort beliebte Motive.

Im Zuge der Proteste gegen die erneute Eskalation im Gaza-Konflikt gab es auch zahlreiche Übergriffe auf Jüdinnen_Juden sowie Angriffe auf Synagogen. In Berlin kam es in den letzten vier Wochen zu mehreren antisemitischen Angriffen. So wurde am 19. Juli ein israelisches Paar am Rande einer Gaza-Demo in Berlin-Mitte attackiert. Am 24. Juli folgte ein weiterer Angriff in Charlottenburg auf einen Mann, der durch seine Kippa als Jude erkennbar war. Bereits am 7. Juli war ein Mann im Tiergarten angegriffen worden, weil er eine Mütze mit einem Davidstern trug. In Wuppertal kam es zu einem Brandanschlag auf die örtliche Synagoge. Auch auf europäischer Ebene ist Antisemitismus präsent. So gab es 2012 in Toulouse und 2014 in Brüssel Mordanschläge in jüdischen Einrichtungen, bei denen mehrere Menschen getötet wurden. Im Zuge der aktuellen Geschehnisse kam es im Pariser Stadtteil Sarcelles zu pogromartigen Ausschreitungen, bei denen ein jüdisches Geschäft niedergebrannt wurde.

Solche Attacken basieren auf dem Hass auf Jüdinnen_Juden und auf der antisemitischen Annahme, Jüdinnen_Juden seien ein einheitliches Kollektiv, das für die israelische Politik verantwortlich gemacht werden könne. Hierbei sind derzeit verstärkt islamistische Akteur_innen am Werk, die teilweise durch antisemitische Aufrufe in Moscheen in ihrem Handeln bestärkt werden. Erinnert sei hier beispielhaft an die Worte von Imam Bilal Ismail bei seiner Predigt am 18. Juli in der Al-Nur-Moschee in Berlin. Dort bat er Allah: »Vernichte die zionistischen Juden, sie sind keine Herausforderung für Dich. Zähle sie und töte sie bis auf den letzten.«
Wenn Joachim Gauck in diesem Zusammenhang dann von »importiertem Antisemitismus« redet, verkennt er, dass Antisemitismus in der deutschen Gesellschaft nach 1945 nie richtig aufgearbeitet wurde und in beiden deutschen Staaten weiterhin alltäglich war. Dies äußerte sich beispielsweise in der Zerstörung von jüdischen Friedhöfen durch Neonazis oder der Leugnung der Shoah, also des Massenmordes an den europäischen Jüdinnen_Juden. Weil es aber nach 1945 aufgrund der deutschen Schuld an der Shoah lange Zeit unmöglich war, offen gegen Jüdinnen_Juden zu hetzen, drückt sich Antisemitismus häufig in Bezug auf den Staat Israel aus. Dieser antizionistische Antisemitismus äußert sich dann zum Beispiel darin, dass Akademiker_innen Briefe an jüdische oder israelische Einrichtungen schreiben, in denen sie behaupten, das, was Israel den Palästinenser_innen antue, sei das gleiche, wie das, was die Nazis den Jüdinnen_Juden angetan haben.

Oft ist (nicht nur) diese Form des Antisemitismus mit Verschwörungstheorien verknüpft, die eine »jüdische Weltverschwörung« imaginieren. Dies zeigt sich aktuell bei den derzeitigen »Montagsdemos«, bei denen über »die Macht der Rothschilds« gefaselt wird. Am 4. August demonstrierten zudem Teilnehmer_innen der »Montagsdemo« in Berlin vor der Synagoge in der Oranienburger Straße gegen die israelische Politik. Dass Antisemitismus keineswegs Neonazis oder Verschwörungstheoretiker_innen vorbehalten ist, zeigte sich in den letzten Wochen noch einmal sehr deutlich. Er ist Teil der deutschen Gesellschaft. Er findet sich in Kolumnen der »Süddeutschen Zeitung«, in Karikaturen der »taz«, in Beiträgen von Politiker_innen verschiedenster Parteien und natürlich am deutlichsten am virtuellen und analogen Stammtisch. Linke Gruppierungen leisten den antisemitischen Tendenzen dabei zum Teil öffentlich Vorschub. Dass linke Organisationen mancherorts die Gaza-Demonstrationen organisierten, auf denen es zu Ausschreitungen und Angriffen kam, ist dabei ähnlich fatal, wie der Fakt, dass die meisten Linken zu den aktuellen antisemitischen Angriffen schweigen.

Der Zentralrat der Juden in Deutschland fragte Ende Juli: »Warum gibt es keine Welle der Sympathie mit uns Juden?« und der Vorsitzende des Zentralrates, Dieter Graumann, sagte, viele jüdische Menschen seien so verunsichert, dass sie sich fragten, ob es wieder Zeit sei, die Koffer zu packen und Deutschland zu verlassen. Damit bezog er sich auf die Fluchtwelle der deutschen Jüdinnen_Juden während der Zeit des Nationalsozialismus.

Mit einer Kundgebung gegen Antisemitismus wollen wir ein Zeichen der Solidarität mit allen Jüdinnen_Juden setzen und rufen dazu auf, auch darüber hinaus Sympathie zu bekunden. Wir treten für eine Gesellschaft ein, in der Jüdinnen_Juden sich nicht vor antisemitischen Attacken fürchten müssen und niemand Angst haben muss, in der Öffentlichkeit eine Kippa oder einen Davidstern zu tragen, kurz: eine Gesellschaft, in der alle ohne Angst verschieden sein können.

Kommt am 22. August 2014 um 16:00 Uhr zur antifaschistischen Kundgebung in die Augsburger Straße. Weitere Infos unter: gemeinsamgegenantisemitismus.blogsport.de (link is external)

Text: Ein Ausflug an die Akademie

Der am 29. Juni von Bet­ti­na Fell­mann im Lai­dak ge­hal­te­ne Vor­trag
Über Phi­lo­so­phie­ren im Stan­de all­ge­mei­ner Un­mün­dig­keit und Be­din­gun­gen phi­lo­so­phi­schen Den­kens an­läss­lich eines Aus­flugs in den geis­tes­wis­sen­schaft­li­chen, aka­de­mi­schen Be­trieb
kann hier per Klick auf den Titel als PDF her­un­ter­ge­la­den wer­den.

Zur Kritik der Wachstumsgegnerschaft

Einladung zu einem ersten Treffen in Vorbereitung kritischer Interventionen

Anfang September diesen Jahres findet in Leipzig die vierte internationale Degrowth-Konferenz für ökologische Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit statt. Die durch den Club of Rome populär gewordene Kernannahme dieser Strömung, grenzenloses Wirtschaftswachstum könne für die Umwelt nicht so recht gut sein, ist so trivial wie plump vereinfacht. Doch die Protagonisten tragen neben dieser noch einige krude Visionen durch Talk-Shows und Diskussionsabende. Durch einfache Modelle und romantischen Vorschläge rund um Subsistenz, Regionalwährung und Verzicht sind sie das zeitgemäß-attraktive Angebot für umweltbewusste Citoyens, denen „Konsum ohne Ende“ und Raubtierkapitalismus“ irgendwie unheimlich werden.
Wir möchten den gedanklich und ideologisch heterogenen Fundus der Degrowth-Bewegung untersuchen und veranstalten zur Vorbereitung ein offenes Treffen. Unser Ziel bis zur Konferenz sind kleine Artikel zu den ideologischen Facetten von degrowth und gegebenenfalls ein Flugblatt zur kritischen Intervention vor Ort. Hiermit möchten wir alle Interessierten einladen, dieses Anliegen in lockerer Runde zu diskutieren.

Arbeitskreis Zweifel und Diskurs

Ein erstes Treffen findet statt am Dienstag den 22.07.
um 18:30 Uhr im AstA-Plenarium der TU Berlin.

Den Ort findet ihr am besten anhand des Lageplans unter:
http://asta.tu-berlin.de/kontakt
Die ersten Überlegungen unsererseits sind nachzulesen unter:
http://zweifelunddiskurs.blogsport.de/category/degrowth/

Tucholsky und Tyskie statt Deutschtümmelei

Einladung zum germanophoben Spaziergang durch Moabit

Mit jedem Tor, das fällt, entlädt sich so einiges; abhängig von dem Typ der es schießt entweder der gemeinschaftliche Stolz auf das „eigene“ Team oder der Hass auf den kollektiven Gegner. Anstatt zähneknirschend den unsäglichen Lärm resigniert zu erdulden, möchten wir einen gemütlichen Spaziergang durch Moabit machen. Um nicht nur sprachlos trinkend Köpfe zu schütteln möchten wir die Abneigung gegen Deutschland forcieren und unsere Gedanken einem großartigen Nestbeschmutzer widmen: Kurt Tucholsky.
Während sich Unzählige die Farben Schwarz, Rot und Gold auf die Wangen malen, treffen wir uns am Sonntag vor dem Pamuk-Shop und stoßen an auf die marginale Kritik am deutschen Ungeist, den man eh nicht wird ignorieren können.
Diese Einladung richtet sich an jene, die dem Finale der WM nicht besser zu entgehen wissen, als Fragmente rund um die Ablehung von Staat und Nation zusammenzutragen und mit Leute, denen die Deutschtümmelei ähnlich wenig zusagt, ein Bier zu trinken. Vorbei an Tucholskys Geburtshaus, dem Gericht und der JVA wollen wir deutsche Zustände anprangern, um nicht allein zu resignieren. Wem solche Abgestaltung mehr zusagt als Public Viewing ist herzlichst eingeladen, einen kleinen Beitrag inhaltlicher Natur beizusteuern oder sich einfach zwischen Menschen zu flüchten, die nicht fragen, warum man im fröhlichen Patriotismus nicht fröhlich zu sein vermag.

Sonntag, 20:30 Uhr (pünktlich, weil wir ja dann los wollen)
vor dem Pamuk-Shop
Gotzkowskystraße Ecke Zwinglistraße

against al-quds day

Auch diese Jahr darf wieder die antisemitische Al-Quds-Demo durch Berlin laufen.

Gegenkundgebung

25. Juli um 13:00 Uhr

Adenenauerplatz

Unter folgenden Links gibt es den Aufruf in englischer und deutscher Sprache